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Freitag, 24. August 2018, 12:59

Formel 1 1:10 aus dem Drucker

Hallöle.
Ich (nach langer Zeit, selbige fehlt mir einfach) mal wieder mit was ganz neuem.

Ich fliege ja nicht nur, sondern hab irgendwie von allem was....und ein bisschen haben mich schon immer die Formel1- Modelle interessiert.
Allerdings: nur auf wirklich guten Strecken fahrbar (aber keine davon in sinnvoller Nähe), empfindlich, nicht ganz billig- also nicht.

Nun aber hab ich seit ner Weile einen 3D-Drucker....

Es gibt da diverse OpenRC-Projekte. Quasi quelloffene RC-Modelle nahezu aller Sorten.
Auch einen F1-Wagen, der zudem recht regelmässig an die aktuellen Autos angepasst wird. Da nahezu alles selbst gedruckt wird, ist die Kiste recht robust ausgelegt, und: sie hat etwas mehr Bodenfreiheit, ist also durchaus Parkplatztauglich!
Konkurrenzfähig gegen die Bausätze-wohl kaum, denke ich.

Trotzdem: auf einmal bietet sich da eine Möglichkeit, sowas doch haben -und fahren- zu können, da konnte ich natürlich nicht widerstehen! :applause:
Warum auch...

Kurz gesagt: seit ungefähr ner Woche drucke ich eifrig Teile. Im Grunde ist das Auto fertig, nen paar Einbauten sind noch in Zulauf (die Chinesen trödeln wieder mal rum *grmbl), ich denke, Ende nächster Woche kann ich die ersten Probefahrten machen.

Gibts hier Interesse an dem Projekt?
Drucken andere das Auto auch?

Bei ausreichend Interesse würd ich ein bisschen berichten, auch über Tricks, was die Ausdrucke angeht (nen paar Tücken gibt es da, aber im grossen, Ganzen ist das Auto recht druckfreundlich konstruiert), ausserdem sind einige Dinge, ich sage mal- bescheuert- gelöst, die man aber recht easy verbessern kann.
Sehr interessiert wäre ich am Austausch mit anderen, vor allem, was Motorisierungen, Varianten (ich hab momentan die UR-Version, will aber nach und nach auf die aktuelle umbauen) usw. angeht.
Leider sind die meisten, die das Auto bauen, eher keine erfahrenen RC-Fahrer- was man auch merkt, hehe...die kurven da mit 30 übern Parkplatz und reden von "beeindruckender Geschwindigkeit"... 8(
Ich denke, das Auto kann durchaus einiges mehr.

Ich hänge mal den aktuellen Stand meiner Bastelei an- hängt gerade an der Boxenwand...
Nicht wundern: der Heckflügel ist nicht der Richtige, den drucke ich grade in Gelb- in Rot hatte er mir nicht gefallen.

Wie schauts aus?
Interesse?
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  • IMG_20180824_125438.jpg
__Grüssle, Sly__

Flat

RCLine User

Wohnort: Raum Hannover und zunehmend Raum Hamburg

Beruf: Angestellter auf Lebenszeit bei der Deutschen Rentenversicherung

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2

Freitag, 24. August 2018, 16:04

Ich freue mich auf weitere Berichte. :ok:
viele Grüsse

Bernd

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Aristoteles)

Die Anrede "Jungs" gilt im Rahmen der Vereinfachung für Personen beiderlei Geschlechts. :D

dont feed a Troll :evil:

3

Freitag, 24. August 2018, 19:15

Abonniert :ok:
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles

grmpf

RCLine User

Wohnort: Ludwigsburg-Oßweil

Beruf: EDV-Mitarbeiter Backup und Testcenter

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4

Samstag, 25. August 2018, 08:05

RC-Cars sind zwar nicht so ganz meine Weilt, aber das Projekt finde ich spannend.
Bitte weiter berichten!
Grüße

Harald

aktiv: Fläche, Quad, Heli :angel:
im Aufbau: Eyecatcher 2
Elektronik: FrSky Taranis X9E mit Multiprotokoll-Modul, UDP50
abgelegt: diverses :D

CorpseGuard

RCLine Team

Wohnort: Mülheim an der Ruhr

Beruf: Müllkutscher

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5

Samstag, 25. August 2018, 09:21

Liegt schon lange auf meinem Rechner aber noch nicht angefangen. Ich abonniere mal hier. :)
LG
Dennis

Bitte weitergehen!

Hier gibt es nichts zu sehen!!!

Ich bin keine Signatur. Ich putze hier nur!!!

6

Samstag, 25. August 2018, 11:37

@grmpf: Genau das gab auch bei mir den Ausschlag.
Ich wollte wissen: ist es wirklich _so_ einfach?

Nun ja- ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht, aber ich fange mal der Reihe nach an.
Wer sich einen Überblick verschaffen will, hier das erste Video des Konstrukteuers zum Thema:
https://www.youtube.com/watch?v=mRSr4ZehuFw

Wer sich die Bau-Reihe ansieht, wird schnell feststellen: das Auto hat einige Mängel.
Beispielsweise gibt es nur ne starre Hinterachse- kein Differential, keinen Freilauf, nix. :no:

Für mich war klar: ein F1 ohne Differential und noch dazu selbstgedruckten Reifen gibt nichts weiter als Quatsch auf Rädern- oder ein nettes Standmodell.

Also hab ich auf Thingiverse gesucht und gefunden: es gibt, passend, einen Differential-"Bau"satz (eigentlich müsste es Drucksatz heissen, hehe), und es gibt auch Felgen, auf die Tamiya-F104-Reifen passen sollen.
Ja genau, soo kann das funktionieren..... 8)

Allerdings kommt hier eine kleine Gemeinheit: normalerweise sind die Hinterräder formschlüssig mit der abgeflachten Hinterachse verbunden.
Beide.
Natürlich geht das nicht, wenn man ein Differential hat, darum braucht man hinten rechts nun ein anderes Hinterrad als links.
Der Konstrukteur des Differentials empfiehlt, einfach ein Vorderrad zu nehmen....denkste. Mit Tamiya-Reifen funktioniert das nicht, die Vorderräder sind schmaler!
Nach einigem Suchen hab ich dann Felgen gefunden, der für diese Reifen _und_ das Differential geeignet ist.
Sind nicht die schönsten, aber funktionieren!

Ich weiss jetzt schon: früher oder später modelliere ich mir da andere....

Ausserdem braucht man zwei weitere Kugellager.
Insgesamt sind, wenn man das Differential einbaut, übrigens acht Stück nötig: in jedem Vorderrad sitzen zwei (die Abmessungen hab ich nicht im Kopf, sind aber der beigefügten Liste zu entnehmen), im rechten Hinterrad zwei, und zwei grössere für die Hinterachse.
Kostenpunkt: etwa 12€ für alle zusammen, ganz erträglich.... :)

Aufpassen muss man auch, wenn man eine aktuelle Version bauen möchte. Da sind so viele Teile anders als im Ursprungsmodell (was ein 2016er Auto darstellt), dass man _zuerst_ die neueren Teile drucken sollte (es gibt gewissermassen Kits für die 2018er, und die 2017er Versionen), und dann das, was fehlt, aus dem Ursprungssatz ergänzt.
Insbesondere der 2017er Satz beinhaltet sehr viele Teile, die man sonst unnötig doppelt drucken würde.
Eigentlich wollte ich nämlich auch das aktuelle Auto bauen- und wusste _das_ nicht- nun wird meins erstmal ein 2016er und fertig.

Wo wir gerade beim Zukaufen waren: ein bisschen was muss man sich schon kaufen. Die Kugellager erwähnte ich ja schon.....dazu kommen Schrauben und Muttern:
die meisten Schrauben sind M3x8 Senkkopfschrauben (rund 35 Stück). Ich hab welche mit Imbus genommen...
Ein paar (nur wenige) müssen länger sein, hier hab ich M3x12 benutzt. Ebenfalls Imbus-Senkköpfe.
Eine Schraube muss noch etwas länger sein (ich glaub, 13mm), da hab ich mir einfach ne längere, die ich da hatte, passend gemacht, hatte keine Lust, wegen _einer_ nen 25er Pack zu kaufen.
Meine stammen vom Knupfershop, und der verkauft keine einzeln (verständlicherweise).

Zu den Schrauben braucht man natürlich auch passende Muttern, hier ist nur wichtig: Standardmuttern nehmen! Die meisten davon sitzen nämlich in eingedruckten Taschen. da passen höhere, kleinere oder selbstsichernde nicht rein!
Auch hier: ungefähr 35 Stück....genau weiss ich das nicht mehr. Steht aber auch in der Stückliste.

Ausserdem benötigt man eine Verbindung zwischen Servosaver und Servo. Das kann ein Stück stabiler Draht genauso sein, wie Kugelköpfe samt Gewindestange. Die sollten aber nicht zu lang bauen....
Wer _richtige_ Reifen montieren will, braucht die natürlich auch....ich hab mich für die Gummi-Reifen entschieden (Moosgummi taugt fürn Parkplatz nix), in weich.
Gibts beim Seidel, das Paar für ungefähr nen Zehner (ein Satz vordere, ein Satz hintere).

Im wesentlichen wars das. Wer will, kann sich noch etwas Sekundenkleber besorgen, damit kann man die Muttern in den Taschen etwas anheften, beispielsweise beim Heckdiffusor fallen die sonst raus, wenn man ihn abschraubt. Ich hab nen 3D-Druckstift, und hab es damit gemacht...

Bevor man mit dem Druck loslegt, sollte man checken, ob der Drucker ordentlich kalibriert ist (das ist sehr wichtig, damit nachher alles passt!). Dazu gibt es einen speziellen "Kalibrierwürfel für openRC". Das ist ein kleiner Würfel mit festgelegten Abmessungen, der an diversen Stellen genau diese Taschen und Aussparungen für M3-Muttern hat.
Den unbedingt drucken und schauen, ob das so passt!

Nun steht dem eigentlichen Druck nix mehr im Wege.
Ich persönlich habe das Chassis in 0.2mm Schichtdicke, aber alles andere in 0.1mm gedruckt.
Angefangen hatte ich mit einem der Differentiale (es gibt zwei im Kit, mit unterschiedlichen Hauptzahnrädern), um zu sehen, ob diese kleinen Kegelräder wirklich ausreichend gut rausfallen.
Tun sie..... 8)
Gedruckt habe ich das Meiste mit einer Wanddicke von 1.2mm.
Würd ich beim zweitenmal nicht machen, ich schätze, 0.8mm (ich hab eine 0.4er Druckdüse) genügen völlig, und das Ding wird ca. ein Drittel leichter.

Schön: auch, wenn das Auto "gehobenen" RC-Fahrer-Ansprüchen im Urzustand nicht unbedingt gerecht wird (siehe oben, kein Differential usw.), es ist ganz hervorragend durchkonstruiert. Selbst die Einzelteile liegen schon in der richtigen Orientierung in den Dateien (ich empfehle dringend, die auch so zu drucken).
Man braucht auch kaum Stützstrukturen, lediglich Front-und Heckflügel benötigen zwingend eine, und auch die Cockpitabdeckung habe ich mit etwas Stütze gedruckt.
An dem Teil hatte mein Drucker viele Stunden zu tun, da wollt ich sicher gehen....
Achja: der Servosaver braucht auch ein bisschen. Wenn man den beiliegenden verwenden will- ich tus nicht, ich trau dem nicht.
Nun braucht man einfach nur Geduld- einige Teile dauern schon nen halben Tag.....ich hab die dann einfach über Nacht drucken lassen.

Eine Tücke gab es noch (und die stellte sich erst beim Zusammenbau heraus): die Tamiya-Hinterräder haben einen grösseren Durchmesser als vorgesehen.
Die gehen so knapp an der Chassis-Hinterkante vorbei, dass sie beim fahren da wohl schleifen würden.... 8(
Auf Thingiverse gibt es natürlich auch ein angepasstes Chassis- aber _nicht_ für die 2016er Version *grmbl
Ich hab es mir kurzerhand selbst ummodelliert, das ist schnell erledigt gewesen, und das Chassis-Hinterteil ist auch recht schnell neu gedruckt...

Auch geändert habe ich meine Hinterachse (wofür man noch etwas Zukauf benötigt): normalerweise werden die Räder nur aufgesteckt, und dann mit Mutternatrappen zusammen mit einer M3-Schraube gesichert. Diese M3-Schraube geht nur ins Plastik der Achse.
Funktioniert zwar auch, aber wie lange.....wieder gibt es die 2017er Achse komplett durchbohrt zum Download, die 2016er hab ich nicht gefunden.
Also auch das selber gemacht, meine hat nun eine durchgehende 2.8mm-Bohrung. Dann wurde ein Stück M3-Gewindestange komplett durch die Achse geschraubt.
Die Räder werden dann einfach mit M3-Muttern gesichert, die Radmuttern-Atrappen werd ich mir noch so umarbeiten, dass diese Muttern da reinpassen, denke ich.
Ausserdem wird die Hinterachse durch den Metallkern sicher stabiler als ein reines Plastikteil...

Den Heckdiffusor (der ne mit angedruckte Regenleuchte enthält) habe ich auch als Alternative gedruckt: meiner besteht aus zwei Teilen. Diffusor mit Lampengehäuse und einer klaren Abdeckkape für die Lampe- da kommt ne rote LED rein (mit oder ohne Blink, weiss ich noch nicht).

Auch die Cockpit-Haube habe ich als Alternativteil gedruckt. Mir gefällt nicht, dass beim Original sämtliche Lufteinlässe verschlossen sind. Ganz theoretisch kann hinter der Vorderachse zwar ein bisschen Luft ins Auto (und hinten am Auspuffloch auch wieder raus), aber wieviel wohl.....die Haube gibts auch mit geöffneter Lufthuze.
Sieht besser aus und bringt wenigstens etwas.
Wer nen 2017er baut, kann auch die seitlichen Lufteinlässe offen haben, die gibts auf Thingiverse.
Bei der 2016er Version bin ich da nicht sicher.....

Da ich Geistermodelle nicht leiden kann, musste natürlich auch ein Fahrerkopf sein, auch den findet man leicht. Es gibt zwei Versionen (mindestens)- ich habe die einfache, die nur aus nem Helm besteht...

Ansonsten hab ich weitgehend alles erstmal stock gedruckt- mal gucken, wie das funktionieren wird.
An der Lenkung wirds bestimmt noch Änderungen geben, denn zum einen funktionieren selbstgedruckte Servosaver aus PLA _eher nicht_ wirklich, zum anderen: Spurstangen aus PLA? ???
Kann man machen, aber da möcht ich schon richtige haben demnächst.
Mit Kugelköpfen und einstellbar bitte.

Servosaver hab ich vorerst auch nen alternativen drin, der gebaut ist, wie die von den grossen Herstellern, mit ner C-förmigen "Feder" (die aber nicht wirklich federt, PLA taugt da nicht).
Da fällt mir noch was zu ein, ganz sicher.... :shy:



Als Anhang mal der Frontspoiler und eine Felge-viele Fotos hab ich vom Druck nicht gemacht.
Weiter im Teil 2....
»Rabenauge« hat folgende Bilder angehängt:
  • 20180825111855_IMG_20180824_222144.jpg
  • 20180824223302_IMG_20180819_091453.jpg
__Grüssle, Sly__

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rabenauge« (25. August 2018, 11:47)


7

Samstag, 25. August 2018, 11:46

Teil 2, der Akku:
Wichtig zu wissen ist evtl.: einer das "alten" Racingpacks (die die Form der früheren NiCd-Packs haben) passt _nicht_ in das Auto!Man braucht einen speziellen Lipo.
Ich hab einen Turnigy nano-tech 4.2 besorgt, die "roar-approved"-Version.
Der passt perfekt, und man kann ihn längs oder quer einbauen (bzw. reinlegen, eigentlich wird nämlich alles nur lose reingeworfen 8( ).

Regler wird ein Quickrun 60A, Motor irgendein 540er Bürsti.
Momentan ist ein alter Tamiya drin (weil er hier so rumlag).Natürlich wird mein
Akku (und auch Regler und Empfänger, wenn ich die dann endlich habe) anständig befestigt.
Auch dazu gibts auf Thingiverse was: ich habe das Kit "...internal Cleanup" für das Auto runtergeladen, und den
Akkuhalter zweimal gedruckt.
Normalerweise soll man dazu ein anderes Chassis drucken, um ihn verschrauben zu können, aber das hab ich anders gelöst....
Zum einen wollte ich den Akku möglichst weit vorn haben, und zum anderen quer.
Schwer genug ist die Kiste hinten meiner Meinung nach sowieso schon, und der Akku längs macht nur Sinn, wenn man die seitlichen Lufteinlässe offen
hat, dann kann da Kühluft für den Regler durch.
Um die beiden Winkel trotzdem verschrauben zu können, habe ich einfach einen alten, spitzen Fräser in den Dremel gespannt. Dann die Winkel mit etwas doppelseitigem Klebeband ans Chassis geheftet und den Fräser durch die Platte "gebohrt". Dabei schmilzt das PLA und man hat ne schöne, stabile
Bohrung.
Hinterher von unten ansenken, und alles verschrauben, fertig.
So sitzt der recht schwere Akku sicher.
Die beiden Gurte stammen übrigens aus der Reste-Kiste: das war einer von irgend ner Actioncam, um sie irgendwo fest tüdeln zu können.
Von den Dingern hab ich genug, aber man kann natürlich auch das übliche Akku-Klettband benutzen.
Ähnlich werde ich es mit Empfänger und Regler machen, wenn die Chinesen die Sachen dann mal endlich rausgerückt haben....

Ich hänge mal Bilder meiner Akku-Lösung mit an...
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  • 20180825112047_IMG_20180825_111712.jpg
  • 20180825112041_IMG_20180825_111737.jpg
  • 20180825112036_IMG_20180825_111809.jpg
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8

Montag, 27. August 2018, 06:57

Heute mal ein kleiner Einblick, wie die Vorderräder aufgebaut sind.
Da ich mir sowieso noch mal neue Felgen gedruckt hab (die ersten waren mit niedrigerer Auflösung gedruckt, um zu schauen ob die mit den Tamiya-Reifen wirklich zusammenpassen), musste ich die eh noch mal zerlegen.
Eigentlich ganz einfach: Radachse, zwei Kugellager, Felge, Reifen.
Die Achsen werden in die Lenkhebel gesteckt (nicht im Bild, den wollte ich nicht rausbauen) und von innen mit einer der beiden M3-Schrauben gesichert.
Die zweite hält das Rad, mit der Radmuttern-Atrappe- auf der Achse.
Erst hatte ich vor, durch die ebenfalls gedruckte Halbachse eine durchgehende, lange Schraube zu drehen, um eben die Achse stabiler zu bekommen.
Aber: die ist ne gute Sollbruchstelle.
Eckt man mit nem Vorderrad an, dann bricht sie zwischen den Schrauben vermutlich durch- und weiter nichts.
Da diese Halbachsen ziemlich schnell gedruckt werden, sind die wohl das billigste Ersatzteil (anderenfalls würde es wohl die Radaufhängungen zerlegen).

Apropos Ersatzteile: Find ich Klasse, dass man die selber herstellen kann. Gewöhnlich geht sowas ja Freitags nachmittags kaputt, hehe.Ich drucke mir nebenbei schon einige:

Nen zweiten Frontspoiler hab ich schon mal da, und die genannten Halbachsen kommen auch einige herzu.
Eventuell noch ne Nase (die ist ein separates Bauteil), die könnte brechen, wenn es den Spoiler kräftig verdreht- der greift nämlich von unten in die Nase.
Und Zahnräder (vor allem Motorritzel) sowieso.
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WroDo

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9

Dienstag, 28. August 2018, 17:42

Kleiner Exkurs (ich hoffe, es interessiert :) ):

Ich habe Daniels Design genommen und ein 1:12er draus gefrickelt: http://www.wurst-wasser.net/wiki/index.p…h_Scale_Pan_Car

Allerdings muss ich davor warnen, das Gerät ernsthaft zu bauen/fahren. Bisher fährt es wie ein Sack Nüsse und braucht dringend Modifikationen (anderer Antrieb, Gewichtsverteilung wären meine ersten Veränderungen (wenn ich Zeit und Muße hätte :) )).

LG, WroDo

10

Mittwoch, 29. August 2018, 07:12

Nicht schlecht.

Aber dass das vollkommen ungefederte Chassis keine allzu berauschenden Fahrleistungen haben wird, ist mir klar.

Auch seh ich bei dir kein Differential?

Ich bin auch ein (kleines) Stückchen weiter gekommen: gestern kam nun endlich immerhin mal das Lenkservo an.

Da ich den Halter dafür schon hatte, war es auch fix eingebaut, nur an der Akku-Halterung musste vorne ne kleine Ecke weggefeilt werden (in der Nase gehts höllisch eng zu).
Und mit dem Servosaver hab ich noch etwas gespielt- inzwischen würde ich den mit "geht so" bezeichnen wollen.
Wahrscheinlich fliegt der mittelfristig ganz raus, und es wird ein gekaufter eingebaut, der dann direkt am Servo sitzt. Das ist einfach Murks, sowas aus PLA machen zu wollen.
Aber für die ersten Fahrten wirds gehen, immerhin ist er jetzt spielfrei.
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WroDo

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11

Mittwoch, 29. August 2018, 14:27

Nicht schlecht.

Aber dass das vollkommen ungefederte Chassis keine allzu berauschenden Fahrleistungen haben wird, ist mir klar.

Auch seh ich bei dir kein Differential?
Danke.

Ungefedert: Darum hab ich es sehr weich gemacht, d.h. es verwindet sich stark.

Diff: Das ist korrekt. Ich hatte keine Idee, wie ich das mit gedruckten Teilen bewerkstelligen sollte.


Bin gespannt, wie Dein Bau weitergeht und wie es fährt!

12

Mittwoch, 29. August 2018, 15:43

Hm- hast du die originale Hinterachse übernommen?
Dann kannst du das optinale Differential doch verwenden....wenn dein Auto insgesamt kleiner sein sollte: runterskalieren.
Das Diff passt ohne weitere Veränderungen, lediglich das rechte Hinterrad braucht nen "Freilauf"- die Abflachungen für die Achse müssen raus, es ist eigentlich genau aufgebaut wie die Vorderräder.
Lediglich eine Art "Speichen" muss es haben- in die nämlich greift der Differential-Abtrieb.
__Grüssle, Sly__

WroDo

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13

Sonntag, 2. September 2018, 09:51

Hm- hast du die originale Hinterachse übernommen?
Dann kannst du das optinale Differential doch verwenden....wenn dein Auto insgesamt kleiner sein sollte: runterskalieren.
Das Diff passt ohne weitere Veränderungen, lediglich das rechte Hinterrad braucht nen "Freilauf"- die Abflachungen für die Achse müssen raus, es ist eigentlich genau aufgebaut wie die Vorderräder.
Lediglich eine Art "Speichen" muss es haben- in die nämlich greift der Differential-Abtrieb.
Ich habe eine eigene Achse designed, die zwar ähnlich ist, aber eben anders und kleiner. Die Radmitnehmer sind so gemacht, dass Standard-Pan-Car Felgen funktionieren. Sprich: Wieder ein Haken... Trotzdem lieben Dank für den Tipp mit dem Diff, vielleicht lässt es sich ja mit Nacharbeit verwenden.

LG WroDo

14

Samstag, 8. September 2018, 20:26

Sodele.
Gestern kam nun endlich die Fernsteuerung auch, und ich konnte alles zusammenbauen.
Zu programmieren war nicht viel, also konnte ich heute das erste Mal mit dem Auto fahren.
Das Wichtigste zuerst: es fährt. 8)

Das Zweitwichtigste: es lebt immernoch.....
Details: das Ding ist überraschend schnell. Ich hätte allenfalls ein Tempo vermutet, wie man es von den Tamiya-Einsteiger-Chassis kennt (Ta01 oder so, die Tourenwagen) aber die, mit dem Standardmotor, versägt der F1 locker. :evil:

Obwohl genau so ein Standard-Motor drin steckt....
Ich hab aus dem Differentialkit das grössere montiert gehabt, und das Standard-Ritzel, man kann also noch schneller fahren-wenn man kann.
Ganz ehrlich: der grosse Parkplatz, auf dem ich war, war irgendwie überraschend klein. :D

Und ich weiss nicht, ob ich überhaupt die volle Geschwindigkeit ausgereizt habe denn: das Fahrverhalten war weniger prall.
Lag, zum Teil, daran, dass ich die Reifen nur punktweise verklebt hatte (kann man vergessen, es hält nicht, ich hab das auch direkt draussen nachgebessert, vor der nächsten Fahrt werden die _richtig_ verklebt), aber auch an der Lenkung, die viel zu aggressiv war.
Dadurch wirds unpräzise, und schlecht kontrollierbar.
Ausserdem hat der Servosaver nach wie vor Schwächen: der macht viel zu früh auf, und dann kann die Lenkung zu weit einschlagen, und verklemmt sich so!
Ich werd also den Lenkeinschlag verringern (wendig ist die Kiste wie ne Maus), indem ich den Servohebel etwas kürze.

Störend kam der ungewohnte Sender dazu: Pistolensender hab ich bisher nur für den Crawler benutzt, und dort hat man Zeit, hehe. Muss ich noch bisschen üben, mal sehen, ob ich das noch lerne. Mit Knüppeln kann man halt um Welten präziser steuern...und mit einem hochwertigeren Pistolensender vermutlich auch... :shy:

Auch störend: die nicht vorhandene Federung. Auf wirklich glatten Strecken geht das, aber der Parkplatz hat Betonbelag (sehr schön glatt), und alle 10m oder so Querrillen, fährt sich erbärmlich, auch wenn das Auto mit dem Gehüppel durchaus klarkommt.

Ansonsten hatte sich die Radmutter, die das frei laufende Hinterrad hält, mal gelöst (bei den anderen kann das nich passieren), da hab ich kurzerhand ne selbstsichernde Mutter drauf gedreht, und fertig.
Kurz gesagt: so "schlecht", wie ich vermutet hatte, ist das Auto ganz und gar nicht, und es ist erstaunlich schnell.

Damit hatte ich nicht gerechnet....
Aber einiges muss schon noch verbessert werden.

Ich bleib dran. :w
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__Grüssle, Sly__

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Montag, 10. September 2018, 02:07

Heute hab ich nur ein wenig gebastelt- mit dem Ergebnis: die Lenkung taugt so nicht viel.
Da die Spurstangen in den Achsschenkeln quasi eingeklemmt werden, hat man zwei Möglichkeiten: entweder man verschraubt das locker, dann klappert es irgendwann, oder man verschraubt es fester, dann ist es schwergängig.
Das ist mir zu doof: ich hab mir nen Satz M3-Kugelkopf-Gestängeanschlüsse bestellt, dann kommen da _richtige_ Spurstangen mit Kugelköpfen dran.
Nebenher sitze ich seit einigen Tagen daran, mir Curbs zu zeichnen, denn ohne irgendwelche Marker machts nicht so viel Spass, finde ich.

Auf Thingiverse gibt es zwar schon was ähnliches, aber die sind so Sch**** designed, dass sie
-unschön aussehen, weil man die Verbindungen nicht nur sieht, sondern sie auch noch vorstehen
-kaum zu montieren oder zu demontieren sind, da der Konstrukteur mit Toleranz null gezeichnet hat, was bei FDM-Druckern nie ohne Nacharbeit funktionieren wird
-sie, zur Materialersparnis, über recht dünne Wände verfügen, die man _nicht_ stärker machen kann.
Wollt die Teile eigentlich ummodellieren, aber die sind mit irgendeinem "Maschinenprogramm" de rMarke "ich tu mal als könnt ich alles" erstellt, und somit wäre der Aufwand, aus _den_ Dingern was gescheites zu machen, viel zu hoch.
Also hab ich mich selber an Blender gesetzt, und mir ein ähnliches System ausgedacht, was die obengenannten Mängel nicht hat.
Zudem sehen meine Oberflächen um Welten schöner aus (die von dem anderen System sind einfach nur spiegelglatt, wenn man auf Glas druckt), da sich automatisch ne feine Riffelung auf der Oberfläche- genau in Fahrtrichtung- ergibt.
Inzwischen gibt es Geraden mit 10cm Länge, Geraden mit 5cm Länge, Kurven mit Radius 15 cm, Kurven mit Radius 30cm, Endstücke, die man entweder an Kurven oder Geraden anstecken kann, oder aber-zu viert- auch allein als runde Marker benutzen kann (die haben dann 20cm Durchmesser), ein Füllstück, wenn man aus den R150-Kurven einen Kreis baut (dann kann man auch damit Marker machen, ich hab da noch was mehr vor), und es wird weitere Teile geben.
Und: man kann jedes Teil mit jedem zusammenstecken, kann sich somit, wenn man genug Drucker und Filament hat (wirklich viel braucht so ein Teil nicht, die wiegen jeweils nur so um die 15-20g) sogar komplette Rennstrecken eingrenzen (für Vereine evtl interessant), oder aber einfach einige runde Marker, Schikanen oder so zusammensetzen.

Da ich die nötigen Toleranzen beachtet habe (für die Verbinder), sollte es auch möglich sein, die Teile etwas nach oben (z.B. für 1:5er) oder auch nach unten (für 1:24er oder so) zu skalieren. Hab ich aber noch nicht versucht...
Zudem sind meine Teile geschlossen, so dass man die mit beliebiger Stabilität drucken kann.
Auch völlig massiv, hehe.
Aktuell sind meine Curbs 10cm breit, das ist zwar unmasstäblich, aber so sind die auch nutzbar- auf 50m trifft man wohl kaum noch 3cm breite Curbs.
Die hohe Seite (also die äussere, von der Fahrbahn aus) ist 2cm hoch- das sollte genug sein, dass man da nicht drüber geraten will, aber nicht so viel, dass das Auto Schaden nimmt, wenns doch mal passiert.

Für die Interessierten hänge ich mal nen Screenshot der bisher vorhandenen Teile an, Fotos der echten mache ich, wenn ich das nächste Mal fahre, da nehm ich welche mit, sind ja schon einige gedruckt.

Und: da kommen noch mehr Teile.
Was man in der Draufsicht nicht sieht: zu den Verbindern an der einen Seite haben alle Teile natürlich auf der anderen das passende Gegenstück, man kann sie also zusammenstecken wie eine Carrerabahn. Und man sieht nachher die Verbinder nicht, das war mir wichtig.

Nen Nachteil hat mein System aber auch: relativ lange Druckzeiten, aber besser wirds nicht, ohne Einschränkungen, die ich nicht will.
Zwei der Kurvenstücke brauchen über vier Stunden...
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  • Bildschirmfoto vom 2018-09-10 01-33-08.png
__Grüssle, Sly__

16

Montag, 10. September 2018, 20:23

Sodele.
Heute war der zweite Ausritt mit dem kleinen Geschoss.
Und ich muss sagen: es fängt an, Spass zu machen! :D

Die Lenkung ist zwar noch nicht besser (ich hoffe, die Kugelköpfe kommen morgen), aber mit genug Expo auf der Lenkung, peinlichst eingestelltem Spiel(so gut das mit dem Zeugs geht) und etwas üben kann man das Auto doch ganz nett bewegen.
Klar: ohne Schäden gehts nicht ab-ich werd wohl langsam zu alt für sowas.... 8(

Siehe Bilder- ein ganz klassischer Ausflug ins Grüne.

Hat den Frontspoiler gekostet....naja: nicht wirklich. Er ist genau an der Schraube abgebrochen, und besteht nun aus drei Teilen- Sekundenkleber fügt den wieder zusammen, das wird gehen. Ausserdem hab ich in weiser Vorraussicht ja schon letztens nen zweiten gedruckt.
Der Heckspoiler hat auch kleine Macken abbekommen, geht aber noch- den muss ich sowieso irgendwann noch mal drucken, der ist fehlerhaft.
Ansonsten: nix weiter passiert, keine Verletzten. :ok:

Inzwischen ist übrigens auch die Regenleuchte fertig, und natürlich funktionsfähig (wer mich kennt, wusste dass das kommen muss) 8) .
Da ist nicht viel zu: den Diffusor gibt es auf Thingiverse auch "ausgehöhlt, mit separater Lampenkappe", innen rein kommt ne billige 5mm-Blink-LED. Die kriegt noch nen 220 Ohm-Vorwiderstand, und dann wird das Ganze einfach an den Stromanschluss des Empfängers gestöpselt, das wars.
Die Rücklichtkappe besteht bei mir aus glasklarem PLA.
Siehe weitere Bilder....

Auch meine Curbs waren heute das erste Mal im Einsatz, und haben sich hervorragend bewährt-dazu aber im nächsten Beitrag was, hier krieg ich ja immer nur fünf Bilder rein.
Zum Fahrverhalten: die Tamiya-Reifen sind unglaublich. Ich hab es nicht geschafft, die mal zum rutschen zu bringen.
In zu schnell gefahrenen Kurven hoben die inneren Räder ab- das Auto wär gekippt, wenn ich nicht schnell die Lenkung etwas aufgemacht hätte.
Und: man kann Kurven _schnell_ fahren- erstaunlich schnell.

Das Auto ist besser, als ich es mir erhofft hatte.

Heisst: ich bleibe dran, die nächste Verbesserung bastelt der Drucker gerade: eine gefederte Vorderachse. Das völlig ungefederte Fahrwerk ist nämlich des öfteren schlichtweg überfordert. Auf wirklich glattem Untergrund merkt man das kaum, aber auch da läuft das Auto einfach unruhig, und wenn es auch nur _minimal_ buckelig wird, ist die Grenze der Kontrollierbarkeit schneller überschritten, als man denkt.
So kam auch der Abflug zustande.
Zusammen mit _richtigen_ Spurstangen und einem gescheiten Servosaver erhoffe ich mir da deutliche Fortschritte.
Was mir auch nicht gefällt: die Bremswirkung des Quicrun (1060)-Reglers. Viel passiert da nicht....das heisst: der bremst schon, aber eher so lala. Hab spasseshalber auch die Stotterbrems-Funktionen der Fernsteuerung (wenn die sowas schon mal hat) ausprobiert: noch schlechter (eigentlich logisch, weil die Reifen auf dem Beton echt Supergrip hatten)- geht das besser?
Oder hab ich das Auto schlichtweg zu lang Untersetzt?
Was sagen die Experten dazu?
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__Grüssle, Sly__

17

Dienstag, 11. September 2018, 19:43

Hm, die Experten sind entweder grade nich da, oder sie wissen auch nix zu.... :hä:

Da es mit dem Auto nicht wirklich weiter geht (nix im Briefkasten), und ich heute eh keine Zeit zum fahren hatte- zeig ich mal meine Curbs.
Zugegeben: bisschen stolz bin ich auf die Dinger schon.... 8)

Sie haben sich gestern hervorragend bewährt: auch aus etwas Entfernung bestens zu sehen, und auch, als ich mal mit ziemlichem Tempo drüber gerauscht bin, gab es- nen Hüpfer. Sonst nix.
So müssen Curbs sein: man _will_ nicht wirklich drüber fahren, aber wenn es doch passiert, passiert nichts.
Das kleine Oval besteht aus sechs Teilen: zweimal 10cm Gerade, an den Enden jeweils die "Endkeile"- die sich auch untereinander verbinden lassen. Somit ergibt sich ne ausreichend stabile Markierung, die man einfach irgendwo hin legt.
Oder man lässt die Geraden weg- dann hat man nen Kreis.
Der grosse Kreis besteht aus acht identischen Teilen: Durchmesser 30cm. Das ist der kleinste Kurvenradius, den ich bisher gezeichnet habe.
Das orange Töpfchen passt mittig genau rein- man könnte nen masstabsgerechten Blumenkübel draus machen :O

Ich hab es umgedreht reingetan, so kann man auch diesen Kreis recht gefahrlos mal überfahren. An dem Blumenkübel wird aber noch weiter gezeichnet, der soll noch viel nützlicher werden später.

Diese Kurventeile lassen sich natürlich ebenfalls mit den Endkeilen und den Geraden zusammenstecken!
Wie das gemacht wird, sieht man in der Ansicht von unten.
Bis ich die richtigen Toleranzen für die Verbinder rausgefunden hatte, hats so einige Fehlversuche gedauert- mal zu lose, mal zu stramm- nun aber passt das.

Die meisten Teile sind übrigens zweifarbig gedruckt- die oberen 5mm (insgesamt sind alle 20mm hinten, 2mm vorne hoch) einfach in Neonorange.

So sieht es noch etwas cooler aus.
Von den R15-Kurven gibt es inzwischen auch schon eine "Innen-Variante"- also die Kurve andersrum.
Bin nur noch nicht zu gekommen, die mal zu drucken.
Dank dem System "jedes Teil passt an jedes andere" kann man die Dinger aufbauen wie eine Carrerabahn, und sich alles mögliche machen: Schikanen, Boxengassen, Wendemarken- oder auch ein Landepad für die Drohne. Oder nen Verkehrsgarten für Kids- sie sind so ausgelegt, dass man sie auch noch deutlich stabiler drucken könnte.

Wäre ich ein Verein mit eigener Strecke, könnte ich mir die komplette Strecke nach und nach mit solchen Curbs auslegen.... :tongue:

Die Kosten an sich sind kaum der Rede wert: die meisten der Teile haben nur zwischen 15 und 20g- gedruckt habe ich sie aus PLA mit nem Kilopreis von ca. 12€.
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__Grüssle, Sly__

WroDo

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18

Dienstag, 11. September 2018, 20:34

Sehr geile Curbs, Respekt! Ich freue mich schon drauf, wenn Du die Designs veröffentlichst :-)

19

Mittwoch, 12. September 2018, 18:40

Danke. :)

Heute gehts mit dem Auto weiter.
Die Lenkung liegt mir von Anfang an schwer im Magen- die taugt einfach nicht viel.
Nun hab ich immerhin die Kugelköpfe schonmal da- ein Servosaver fehlt noch (liegt womöglich schon im Briefkasten, kann mal jemand nachsehen gehn??).
Damit ihr wisst, wovon ich rede, hänge ich ein (nicht besonders scharfes, aber erkennbares) Foto der originalen Lenkung an- erinnert irgendwie an Dickie-Modelle.... :O

Ja, das meinen die ernst....
Auf den nächsten Bildern sieht man die Spurstangen: rechts die alten (originalen) links die neuen. Wesentlich stabiler (wär evtl. nicht nötig) aber _spielfrei_ und einstellbar (ersteres _ist_ nötig).
Zugegeben: die M 2.5-Version der Kugelköpfe hätte auch völlig gereicht, aber an dem Auto gibts nur M3, also bleib ich dabei.
Die Kunstoffteile musste ich ca. 2mm kürzen, also eines pro Seite, aber dann gehts. Auf dem Foto schon die Originallänge.
Da die Dickie-Spurstangen zwischen zwei Nasen am Achsschenkel verschraubt werden, musste ich die Achsschenkel auch etwas anpassen. Das mache ich noch ordentlich, aber zum testen hab ich kurzerhand die obere Nase in Tinkercad abgesägt.
Die Teile bastelt der Drucker gerade....daher kann ich die noch nicht zeigen.
Wenn das dann zusammengebaut ist, hab ich dort keinerlei Spiel mehr. Und dann fliegt auch dieser unselige, gutgemeinte "Servosaver" raus aus dem Auto.
Will dann mit der Lenkung noch was versuchen, aber dazu muss ich erst einiges probieren, messen, modellieren- es bleibt spannend. ;)
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__Grüssle, Sly__

20

Samstag, 15. September 2018, 11:31

Heute nur nen kleinen Appetithappen.
Die Lenkungs-Geschichte geht nämlich weiter......
Inzwischen ist der Servosaver eingetroffen, also kann ich weitermachen.
Hab die Tüte mal geknipst, falls das irgendwann jemand nachbauen möchte- die Teilenummer ist gut zu erkennen.
Der Bausatz hat einen Servoadapter, der auf mein TowerPro MG90-Lenkservo passt- hervorragend.
Was man braucht ist eine etwas längere Schraube für das "Servohorn", und ne dazu passende Unterlegscheibe.
Prinzipiell könnte man nun den originalen Servosaver einfach verkleben (oder auch gleich einteilig, also starr drucken, den gibts auf Thingiverse), und dann den Tamiya ans Servo schrauben. Das würde funktionieren, und man braucht nix weiter zu unternehmen.
Aber ich will es jetzt wissen: das geht doch _noch_ besser???
Also mal eben etwas Hightechmaterial (gewöhnliche Knetmasse für Kinder) genommen, und das Servo damit provisorisch aufs Chassis gepappt, so wie _ich_ mir das denke.

Karo drauf, probeweise (nich wundern, die Vorderachse ist unterm Chassis angeschraubt, damit ich sehen konnte ob mein perfider Plan aufgehen könnte :evil: ), und- siehe Bild 2.
Es geht! 8)

Das Auto wird eine Direktlenkung bekommen, der ganze Stuss mit dem selbergedruckten Servoschützer, dem Messinggestänge und den klappernden Lagern für den Servoschützer/Umlenkhebel fliegt komplett raus.
Die Spurstangen werden direkt an den Servosaver montiert, dann haben wir weniger Umlenkungen, also weniger Störquellen im System, und trotzdem nen gescheiten Servoschutz!


Damit das aber funktioniert, muss noch einiges gemacht werden:
-oberer und unterer Querlenker müssen umkonstruiert werden, die Halterung für den gutgemeinten, nicht funktionierenden Servosaver muss weg-wir brauchen eine komplett neue Servohalterung
-für die Leute, die immer noch die selber gedruckten Spurstangen verwenden wollen, müssen neue konstruiert werden (die beiden Bohrungen müssen um 90° verdreht sein)

- das vordere Chassisteil muss auch umgezeichnet werden, damit das Servo an der neuen Position montiert werden kann- bei der Gelegenheit werden die Löcher für die alte Halterung gleich verschlossen.Grundsätzlich kann man es sich auch einfacher machen: die beiden Nasen der Querlenker-Platten absägen, und das Chassis mit nem Dremel und nem spitzen Fräser neu bohren. In die alten Löcher nen Klecks Leim, und dann muss nur ne neue Servohalterung gedruckt werden (weil das Servo nun aufrecht steht).
Ich will das aber ordentlich haben....
Bis später. :D
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